fehrhoert
Geschrieben von Sebastian Fehr

Warum „passt schon“ eben nicht passt

Ist nicht so wichtig!“, „Passt schon.“, „Hat sich erledigt!“ – das sind alles Halbsätze, welche wohl jeder schwerhörige Mensch kennt. Oft hört man diese Worte, wenn man bei einer Unterhaltung wesentliche Dinge akustisch nicht verstanden hat und deswegen zweimal oder sogar dreimal nachfragen muss. Je nach Laune, Geduld und Gutmütigkeit der Gesprächspartner wird dann das gesagte wiederholt – oder eben einer dieser eingangs erwähnten Halbsätze findet Verwendung.


Dieses Verhalten ist oft nicht böse gemeint und für die/den Absender/in keine große Sache, stellt aber alles andere als eine Kommunikation auf Augenhöhe dar. Welche Auswirkungen diese Worte bei schwerhörige, angestrengt zuhörende Gesprächspartner haben, wird dabei nicht bedacht: Betroffene schämen sich durch diese Halbsätze umso mehr für ihre Hörschädigung und den damit verbundenen Defiziten in der Kommunikation und fühlen sich minderwertig, nicht gut genug und auch irgendwie diskriminiert. Sie denken: „Ich bin nicht wichtig genug, dass das gesagte wiederholt wird“, „ich gehöre nicht dazu“, „ich gehe meinem gegenüber auf die Nerven, deswegen wiederholt er das gesagte nicht“, „ich bin unwichtig“, und so weiter. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind am Boden, man fühlt sich als Mensch zweiter Klasse. Auf Dauer kann dies durchaus ernste psychologische Konsequenzen haben.

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Geschrieben von Sebastian Fehr

Warum die Kaffeepause für mich keine Pause ist

Jeder kennt es: Eine feine Gesprächsrunde bei Kaffee und Jause mit mehreren Menschen in einem Raum. Viele Themen werden in kurzer Zeit abgesprochen: Witze werden erzählt, Pläne fürs Wochenende werden geschmiedet, Erfahrungen und Informationen werden ausgetauscht.  Locker wird gefachsimpelt, über Interna geplaudert und auch über Vorurteile philosophiert. Die Stimmung ist heiter und offen, das Gesprächsklima freundlich. Es wird gelacht, geschimpft, diskutiert, argumentiert und auch ein wenig geneckt. Oft ist ein Einzelner am Wort und die anderen hören zu, aber es wird auch durcheinander gesprochen. Soweit so gut und auch harmonisch.

Mitten darunter: Ich. Angestrengt und konzentriert versuche ich der Unterhaltungsrunde zu folgen, was mir nicht durchgehend gelingt. Es ist auch eine Geschichte der Tagesverfassung: Mal höre und verstehe ich Einiges, Mal vieles nicht. Ich möchte nicht dumm und begriffsstutzig wirken und den Gesprächsfluss ständig stören – deswegen Frage ich nicht immer nach, wenn ich was nicht höre. Obwohl ich mich unwohl fühle, versuche ich, zumindest nach außen Selbstbewusstsein auszustrahlen und frage mich ständig, ob mir das auch gelingt.

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