fehrhoert
Geschrieben von Sebastian Fehr

Warum die Kaffeepause für mich keine Pause ist

Jeder kennt es: Eine feine Gesprächsrunde bei Kaffee und Jause mit mehreren Menschen in einem Raum. Viele Themen werden in kurzer Zeit abgesprochen: Witze werden erzählt, Pläne fürs Wochenende werden geschmiedet, Erfahrungen und Informationen werden ausgetauscht.  Locker wird gefachsimpelt, über Interna geplaudert und auch über Vorurteile philosophiert. Die Stimmung ist heiter und offen, das Gesprächsklima freundlich. Es wird gelacht, geschimpft, diskutiert, argumentiert und auch ein wenig geneckt. Oft ist ein Einzelner am Wort und die anderen hören zu, aber es wird auch durcheinander gesprochen. Soweit so gut und auch harmonisch.

Mitten darunter: Ich. Angestrengt und konzentriert versuche ich der Unterhaltungsrunde zu folgen, was mir nicht durchgehend gelingt. Es ist auch eine Geschichte der Tagesverfassung: Mal höre und verstehe ich Einiges, Mal vieles nicht. Ich möchte nicht dumm und begriffsstutzig wirken und den Gesprächsfluss ständig stören – deswegen Frage ich nicht immer nach, wenn ich was nicht höre. Obwohl ich mich unwohl fühle, versuche ich, zumindest nach außen Selbstbewusstsein auszustrahlen und frage mich ständig, ob mir das auch gelingt.

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Geschrieben von Sebastian Fehr

Warum Brille und Hörhilfe sich nicht unähnlich sind

Es ist generell unbekannt dass Hörhilfen – wie die Brille – die Lebensqualität betroffener Menschen sehr erhöhen können. Doch während das Hörgerät in der gesellschaftlichen Wahrnehmung noch eher ein Tabuthema ist, hat sich die Brille als normales Hilfsmittel zur Steigerung der Sehkraft etabliert und gilt schon eher als Mode-Accessoire. Das Hörsystem hingegen wird immer noch als Schwäche ausgelegt, welche unbedingt versteckt werden muss. Aber warum ist das so? Dieser Frage möchte ich auf dem Grund gehen.

Dazu eine kleine Anekdote aus meinem Leben: Neulich durfte ich zusammen mit einem Hörakustiker Vorträge an einer NMS in Tirol halten, wie berichtet. 12 x 50 Minuten hatten wir die Aufgabe den Jugendlichen der Schule das Thema „Hören, Lärmgefahren und Hörhilfen“ näher zu bringen. Dabei erfuhr ich, welche Vielfalt an Charaktere sowohl bei den Kindern als auch bei den Lehrern zusammenkommt. Es war richtig faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich die jungen Menschen auf das Thema reagierten.

Was mir aber extrem aufgefallen ist, war die ungebremste und unvoreingenommene Neugier der jüngsten Schülerinnern und Schülern, sowie die für mich gefühlt eher reservierte Haltung der höheren Schulstufen gegenüber Hörstörungen, frei nach dem Motto: Was anders ist, ist abnormal!

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Geschrieben von Isabelle Mandl, M.Sc.

EINHÖRN.

Zurzeit kann man sich dem Einhorn-Hype kaum entziehen. Einhorn-Kekse, Einhorn-Duschgel, ja sogar Einhorn-Toilettenpapier gibt es zu kaufen. Selbstverständlich mit Duft nach Zuckerwatte und viel Glitzer. Ebenso viel Glitzer und Aufmerksamkeit sollte das Wort Einhörn bzw. Einhören erhalten. Als Logopädin, die in der Rehabilitation von PatientInnen mit Cochlea Implantaten arbeitet, sammle ich täglich  Erfahrungen, was für das Hörtraining förderlich und was dafür hinderlich ist.

Förderliche und hinderliche Faktoren für das Hörtraining

Sich selbst zu großen Druck machen und alles verstehen wollen: hinderlich.

Sich selbst Zeit geben, sich erst einmal auf die Hörtrainings-Übung einlassen, sich an den Stimmklang des Sprechers oder der Sprecherin gewöhnen und wertungsfrei die Tonhöhe, die Sprechgeschwindigkeit und die Sprachmelodie wahrnehmen: förderlich.

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Geschrieben von Fehrhoert

Was ist "fehrhoert"?

Als ehemalig Guthörender, langjähriger Hörgeräteträger und nunmehr Cochlea Implantat - Versorgter (mehr dazu sie Thema "Biografie & Steckbrief") konnte ich vielfältige Erfahrungen sammeln - nicht zuletzt, weil ich mich im Leben schon relativ oft "fehrhoert" habe. Da trotz meiner Hörminderung das Musizieren meine Passion ist, wurde und werde ich immer wieder auf meine Erlebnisse diesbezüglich angesprochen.

Deswegen begann ich meine Erfahrungen aufzuschreiben. Bruchstücke davon veröffentlichte ich auf Facebook, später dann auch bei den Kollegen von deaf-ohr-alive.de. Das Feedback war gut: Viele Menschen lasen meine Erfahrungen und Geschichten gerne und ich schreibe und schrieb sie mindestens gleich gerne.

Daher liegt der Hauptaugenmerk dieser Website beim Punkt Blog: Dort werde ich zu den unterschiedlichsten Themen Texte veröffentlichen und auch meiner poetischen Ader ab und an mal freien Lauf lasse: Ich schreibe nämlich auch gerne Gedichte und mache auch "Poetry Slam".

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Geschrieben von Sebastian Fehr

Musik machen & Hörbeeinträchtigung – (k)ein Widerspruch?

Auf der Suche nach Informationen zum Thema "Hörbeeinträchtigung und aktives Musizieren" gab und gibt es leider relativ wenig Literatur. Auch Dr. Claus-Jürgen Schulz aus Bad Sachsa, der mich diesbezüglich über meinen Blog kontaktierte, ging es ähnlich wie mir. Gemeinsam beschlossen wir, dies zu ändern und unsere Erfahrungen und Recherchen zum erwähnten Thema in einen praxisorientierten Beitrag niederzuschreiben.

Das Heft "Spektrum Hören" gilt als die führende Quelle an Fachinformationen zum Thema Hörschädigung im deutschsprachigen Raum. Die Redaktion der Zeitschrift zeigte sich sehr interessiert an unserem Vorhaben und engagierte uns für einen Artikel. Das Ergebnis unserer Zusammenarbeit zum Thema "Musik machen & Hörbeeinträchtigung – (k)ein Widerspruch?" ist nun in der aktuellen Ausgabe (Heft 6/2017) zu lesen.

Anhänge:
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Geschrieben von Sebastian Fehr

Mission (C)Impossible: Back on stage in 6 months Part I

Man sagt, Musikhören sei die Königsdisziplin für Cochlea Implantat - Träger.
Man sagt außerdem, das CI ist nur für das Sprachverstehen ausgelegt.

Als ich im August 2016 hörsturzbedingt meine Recherchen über Cochlea Implantate begann, wurde ich mit vielen Halbwahrheiten konfrontiert. Teilweise stammte dieses Halbwissen von Ärzten, die es nicht besser wussten, teilweise auch von CI Herstellern, die ihre Produkte auch heute noch offensiv und euphorisch umwerben und die Konkurrenz unnötig diskreditieren.
Last but not least findet man auch im Internet ziemlich viel unbelegte Geschichten, welche alle möglichen und unmöglichen Thesen belegen sollen.

Als Laie fragte ich mich dann: Was stimmt denn nun wirklich? Die Aussage des regionalen Facharztes, dass man das Musizieren vergessen kann?
Die Werbung der CI Firmen, welche suggerieren, dass mit dem CI alles und mehr möglich ist? Oder etwa doch der Post von Mrs/Mr. X auf Facebook, der meint, mit CI sogar die Regenwürmer aus dem Nachbardorf husten zu hören? Ich stand also zwischen zwei Stühlen und wusste nicht was ich glauben sollte. Informationen mussten her, ich wollte so viel über die Materie CI wissen wie möglich. Denn wer nichts weiß muss bekanntlich alles glauben.

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