fehrhoert
Geschrieben von Sebastian Fehr

Ohren

Die Ohren sind eines der wichtigsten Organe des Menschen. Dabei ist das Gehör nicht nur für die mündlichen Kommunikation wichtig, sondern dient auch als „Alarmanlage“ des Körpers und nimmt dabei auch eine wichtige Rollen wahr: Da unsere Ohren nämlich im Gegensatz zu den Augen nie geschlossen werden können und daher auch nie wirklich „schlafen“, werden gerne akustische Signale eingesetzt, um die Menschen vor Gefahren zu warnen. Als Beispiele seien hier die Katastrophen-Warnsirenen aber auch Autohupen oder Fahrradklingeln im Straßenverkehr genannt. Doch auch zu Hause macht man sich dieser „Warnfunktion“ des Körpers alltäglich zu Nutze: Man denke an den Wecker am Morgen oder an den Klingelton am Smartphone.

Neben dem akustischen Austausch von Informationen werden mit den Ohren auch Beziehungen intensiviert und aufgebaut. Ähnlich wie durch Berührungen oder Gesten, kann man beim Gesprächspartner allein durch Veränderung der Tonlage oder der Sprechgeschwindigkeit verschiedene Emotionen und Gefühle auslösen. Das Sprichwort „Der Ton macht die Musik“ kommt nicht von ungefähr, denn: Für viele Menschen ist oft wichtiger, wie man etwas gesagt bekommt als der Inhalt. Um diese oft feinen und kleinen Unterschiede wahrnehmen zu können, benötigt man ein funktionierendes Gehör.

Last but not least dient das Gehör zur Orientierung und auch das Gleichgewichtsorgan ist im Innenohr eingebettet: Dies ermöglicht es uns, ohne Augenlicht Geräusche zu lokalisieren (Stereo-Hören!) sowie das Stehen auf einem Bein.

Anatomie des Ohres

Doch wie funktioniert unser Gehör eigentlich? Um das zu verstehen, benötigt man Basiswissen über die Anatomie des Ohres. Nachfolgend also eine kleine und kurze „Biologie-Wiederholung“ anhand dieser Darstellung:

Die Ohrmuscheln ragen aus dem Kopf hervor, um die Geräusche und Töne aus der Umgebung besser herausfiltern zu können. Man muss sich das vorstellen als eine Art Trichterfunktion. Über die Gehörgänge gelangen diese gesammelten und gefilterten akustischen Signale hin zum Trommelfell, welches durch die Schallwellen zum Schwingen gebracht wird. Diese Schwingungen überträgt das Trommelfell an die kleinsten Knöchelchen des Körpers: Hammer, Amboss und Steigbügel. Die sogenannten Hörknöchen im Mittelohr haben die Aufgabe, die Schallwellen a) mechanisch via Hebelfunktion zu verstärken und b) an die sogenannte Hörschnecke („Cochlea“) im Innenohrbereich weiterzuleiten. In der Cochlea befinden sich mikroskopisch kleine Haarzellen, welche durch die Bewegungen der Flüssigkeiten in der Cochlea stimuliert werden. Diese Stimulation wird über die Härchen in elektrische Impulse umgewandelt und final via Hörnerv in unser Gehirn weitergeleitet.

Unser Ohr hat also die Aufgabe, akustische Signale an unser Gehirn zu leiten. Man könnte hier also simpel von einer Wegbeschreibung sprechen. Treten auf dem Weg der Schallwellen von den Ohrmuscheln bis zum Hörnerven ein oder mehrere Probleme auf, hört man meist schlechter. Man spricht dann von einer Hörminderung.