fehrhoert
Geschrieben von Sebastian Fehr

Veränderung: Was war und was kommt

 Ich sitze gerade im Zug von Innsbruck nach St. Pölten und stelle erschrocken fest, dass ich im neuen Jahr noch keinen wirklichen Blog geschrieben habe. Nicht mal einen Bericht über den genialen Jahreswechsel in Frankfurt mit unglaublichen Gleichgesinnten hab ich geschafft (wie ihn Kollege Jan hier geschrieben hat: https://bit.ly/2SJvVos ); Dies liegt aber nicht daran, dass ich nicht mehr Schreiben will – ganz im Gegenteil. Viel mehr liegt es daran, dass es einige Dinge in meinem Leben gibt, die sich verändert haben und mir daher etwas die Zeit zum Bloggen und Texten fehlt. Diese Veränderungen möchte ich deshalb kurz zusammenfassen:

Beruflich hat sich für mich einiges getan. Innerhalb des Land Tirols habe ich zum Jahreswechsel auch die Abteilung gewechselt: Anstatt für die Abteilung Gesellschaft und Arbeit bin ich nun für die Abteilung Landesmusikdirektion tätig und bin dort Ansprechpartner für die Fort- und Weiterbildungen der Landesmusikschulen und des Tiroler Landeskonservatorium. Ab 01.04.2019 werde ich zudem wieder die Schulbank drücken: Ich werde die Ausbildung zum Hörakustiker absolvieren, um künftig Menschen mit Hörminderung aber auch MusikerInnen und Musiker professionell beraten und helfen zu können. Um ehrlich zu sein, darauf freue ich mich schon sehr und ich kann mich nur bei allen Beteiligten bedanken, die das ermöglicht haben.

 

Auch mein „einstiges“ Hobby Musik ist inzwischen wieder sehr zeitraubend: Im November 2016 hab ich ja noch nach meiner CI Operation gedacht, ich kann nie wieder auf ansprechendem Niveau musizieren und daher in der Folge all meine Instrumente verkauft. Eigentlich hatte ich mit der Musik abgeschlossen. Doch Dank meiner beiden Ulrikes (www.aufwiederhoeren.at; www.dazugehoeren.com), welche mir speziell in der Anfangszeit Mut gemacht haben, weiter zu musizieren und auch vor allem dank wertvoller Menschen im meinem Leben wie z.B. Chris Ebner oder Otto Hornek und den anderen KollegInnen meiner Tanzlmusig „Die AusHALLtigen“ hab ich inzwischen soviel Selbstvertrauen zurück gewonnen, dass ich mir inzwischen wieder mehr zutraue, als allein für mich zu üben bzw. „nur“ Tanzlmusig zu machen: So spiele ich inzwischen seit Herbst 2018 bei einem großem Blasorchester, der Speckbacher Stadtmusik Hall (Frühjahrskonzert: „Soli e tutti“ am im Kurhaus Hall am 13.04, Info: www.speckbacherstadtmusik.at) und seit 2019 auch bei der böhmischen Formation „Die Murxer“ mit. Außerdem durfte ich heuer beim Tiroler Landestheater beim Stück „Hello Dolly“ als Bühnenmusiker mitwirken. Darüber hinaus bereite ich mich für das Musikschuldiplom vor, welches ich als erster medizinisch „Gehörloser“ im Frühjahr 2020 erspielen möchte. Das bedeutet natürlich, dass viel Zeit für die Probenarbeit und auch fürs Üben investieren muss aber um ehrlich zu sein bin ich sehr froh darüber: Denn wie gesagt, 2016 dachte ich noch mein Leben ist vorbei und ich kann die Musik vergessen.

 

Ansonsten fallen neben der Tätigkeit als Mitglied des Tiroler Monitoring-Ausschusses und regelmäßigen Beiträgen in diversen Zeitungen zur Sensibilisierung (zuletzt Titelcover der Blasmusik-Zeitung) noch Vorbereitungen auf die nächsten Großprojekte an: Am 11.05.2019 findet ein großer Workshop im Hannover zum Thema „Musizieren mit Hörschädigung – wie geht das?“ statt, bei welchem ich auch im Einsatz sein werde, siehe nachfolgendem Veranstaltungslink:

HCIG MmH
Auf diesen Event, den mein Musikantenkollege Dr. Claus-Jürgen Schulz aus der Taufe gehoben hat und welcher von der HCIG in Kooperation mit der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover veranstaltet wird, freue ich mich schon sehr und ich kann allen nur frei nach einem Filmzitataus „Men in black“ ans Herz legen: „Be there or be square!“

 

Darüber hinaus findet am 05.04.2019 das Symposium „Hören am Limit“ – eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Musiker Medizin in Zusammenarbeit mit der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wiens statt, bei welchem ich heuer erstmals teilnehmen werde. (Veranstaltungslink: http://oegfmm.at/hoeren-am-limit ). Ich werden vom 05.04.2019 bis 07.04.2019 in Wien sein. Ihr seht, 2019 ist schon einiges los und das Jahr nimmt erst langsam Fahrt auf.

 

Nach St. Pölten fahr ich aber heute aus einem ganz anderen, banalen Grunde: Die jährliche Nachuntersuchung bei meinem Operationsarzt ist wieder fällig. Im Zuge dessen sprechen wir jedoch auch über ein Galakonzert von CI-Trägern, welches im Herbst 2019 oder im Frühjahr 2020 im Großraum Wien stattfinden soll……
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Fasschings-, Fasnachts- bzw Karnevalsausklang – euer Sebastian.

Ps.: Zum Abschluss gibs noch neh kurze Fotostrecke von meinem Handy vom Jahreswechsel bis heute:

 

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Blasmusikzeitung

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